Silberpunze – Silberpunzen
Vielleicht haben Sie zu Hause einige Silbergegenstände und würden gerne wissen, was die Einprägungen auf den Gegenständen zu bedeuten haben. Wir haben hier für Sie einige wichtige Informationen zusammengefasst, die für Sie auch wichtig werden können, wenn Sie sich Silber ankaufen wollen.
Früher hatte der so genannte Beschaumeister die Aufgabe, den Silbergegenständen durch das Beschauzeichen eine amtliche Qualitätsgarantie auszusprechen. Dies war meist ein Buchstabe, ein Stadtwappen oder eine symbolische Figur. Diese Kennzeichen sind auch noch heute wichtiges Kennzeichen, um zu erkennen, dass dieses Silber antikes handwerkliches Silber ist. Ihr fachkundiger Name lautet Silberpunzen. Sie erleichtern den Sammlern ungemein die zeitliche und örtliche Bestimmung eines alten Silbergegenstandes. Doch die umfassende Kenntnis über die vielfältigen Silberpunzen ist eine hohe Wissenschaft für sich.
Die Bezeichnung „Punze“ kommt ursprünglich aus der Metallbearbeitung. Die Punze ist ein längliches Stück Werkzeugstahl, der zum Stempeln von Zeichen, Buchstaben und Symbolen genutzt wird. Alte Münzen wurden auf der Vorder- und Rückseite punziert. In den heutigen Münzprägungen kommt die Punzierung nicht mehr auf den Münzseiten vor. Punzierungen befinden sich meist nur noch am Münzenrand.
Klassische und bekannte Silberpunze ist die „938“, die damit den Silberfeingehalt bei Preußischen Orden kennzeichnet. Ein bekannter Hersteller ist „Hossauer“. Von Zeit zu Zeit tauchen auch Münzen mit Punzierungen auf, die nicht so einfach zu identifizieren sind. Hierbei kann dann Fachliteratur helfen oder aber man tauscht sich in Internetforen aus, wo viele fachkundige Mitmenschen zusammen kommen und man dort das Rätsel der Punze lösen kann.
Das umfassendste Nachschlagwerk für die Bestimmung der unzähligen Silberpunzen ist das vierbändige Wer von Marc Rosenberg „Der Goldschmiede Merkzeichen“. Leider ist es durch seinen sehr hohen Preis für Durchschnittssammler kaum erschwinglich.

